Möglicher neuer Pastor stellt sich vor

Samstag, 10. August 2019

KIRCHE – Gottesdienst in Westeraccum

WESTERACCUM. (AH) Die seit Mai 2017 vakanten Kirchengemeinden Roggenstede, Westeraccum und Westerbur haben nun endlich Grund zur Hoffnung, dass ihre halbe Pfarrstelle bald wieder besetzt werden kann. Denn am kommenden Sonntag stellt sich mit Pastor Carsten Marx (46) ein Bewerber für diese Stelle vor. Die Hannoversche Landeskirche hat ihre Vokation bereits erteilt, teilt Stephan Birkholz-Hölter, Altenheimseelsorger und Springerpastor des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Harlingerland mit.

Sollte binnen einer Woche nach dem Gottesdienst kein begründeter Einwand geltend gemacht werden, wird Carsten Marx der neue Pastor für die drei Kirchengemeinden an der Ee. Der Gottesdienst mit der Aufstellungspredigt findet morgen, am Sonntag, 11. August, um 10.30 Uhr in der Petrikirche Westeraccum statt. Anschließend lädt die Gemeinde zum Grillen im Pfarrgarten ein, wo Gelegenheit sein wird, den Kandidaten näher kennenzulernen.

Carsten Marx stammt gebürtig aus Krefeld am Niederrhein, studierte evangelische Theologie in Wien und Bonn, sowie vorher schon Kirchenmusik. Nach Tätigkeiten in Gemeinde- und Schuldienst in mehreren Orten Österreichs, betreut er zur Zeit die regionale Pfarrstelle der Gemeinden Großpetersdorf und Rechnitz im Burgenland. Er ist verheiratet und hat drei Töchter. Mit Friesland/Ostfriesland verbinden ihn unter anderem die Liebe zur Nordseeküste und bereits einige Einsätze als Urlauberseelsorger auf Wangerooge.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 10.08.2019

Stephan Birkholz-Hölter freut sich auf neue Aufgaben

Sonntag, 28. Mai 2017

KIRCHE Neuer Pastor im Harlingerland – Offizielle Einführung am Pfingstsonntag in St. Magnus

ESENS/AH/HÄ – „Wir möchten gerne in der Nähe der Familie sein“, antwortet Pastor Stephan Birkholz-Hölter auf die Frage, was ihn nach Ostfriesland geführt hat. Gemeint ist die Familie seiner Frau, die im nahen und etwas weiteren Umfeld von Wittmund heimisch ist. Doch das ist nicht der einzige Grund für den 42- Jährigen.

Nach mehrjähriger Gemeindearbeit und einer Projektarbeit im Landeskirchenamt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers freut er sich sehr auf sein neues Aufgabenfeld, heißt es in einer Pressemitteilung des Kirchenkreises Harlingerland. In der Altenheim-Seelsorge möchte Pastor Birkholz-Hölter für die einzelnen Menschen da sein: „Ich möchte geben, ohne zurück zu erwarten, und so vom Glauben weitersagen.“ Ideen, wie das praktisch aussehen kann, hat er reichlich. Doch zunächst heißt es für ihn, den Kirchenkreis Harlingerland mit seinen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden kennenzulernen. Dazu gehört für ihn natürlich in erster Linie die Kontaktaufnahme zu den Trägern der Altenheime in dieser Region.

Stephan Birkholz-Hölter ist neuer Pastor im Harlingerland.

Stephan Birkholz-Hölter ist neuer Pastor im Harlingerland.
BILD: KKH/HEIKE PENDIAS

Gleichzeitig wird der Geistliche als Springerkraft im Kirchenkreis Harlingerland tätig sein. Zurzeit ist die Pfarrstelle für Westeraccum, Roggenstede und Westerbur nicht besetzt. Hier wird Stephan Birkholz-Hölter die Begleitung der Kirchenvorstände und in Zusammenarbeit mit anderen die Versorgung der Amtshandlungen, der Gottesdienste und des Konfirmandenunterrichts übernehmen.

Neben diesen neuen Aufgaben ist der Pastor im Moment auch noch in seinen neuen vier Wänden gefordert. Zusammen mit helfenden Händen aus der Familie renoviert er seine Wohnung. Mitte Juni sollen seine Frau Anne- Karin Birkholz (42) und die gemeinsamen Kinder Deborah (6) und Jonathan (4) endlich auch in das hoffentlich fertige Zuhause in Wittmund einziehen. Mit dem 1. Mai hat Stephan Birkholz-Hölter seine Aufgaben als Vakanzvertreter bereits übernommen. Die Kontaktaufnahme zu den Vertretern von Altenheimen wird folgen.

Die offizielle Einführung in seinen Dienst wird am Pfingstsonntag, 4. Juni, um 10 Uhr in der St.-Magnus-Kirche in Esens sein. Zu diesem Festgottesdienst mit Abendmahl lädt der Kirchenkreis Harlingerland alle Interessierten ein.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 27.05.2017

Weltgebetstag rückt die Philippinen in den Fokus

Donnerstag, 2. März 2017

ÖKUMENE Schwerpunktland von Gegensätzen geprägt – Spiekeroog lädt schon heute zum Gottesdienst ein

HARLINGERLAND/LBR – In jedem Jahr laden weltweit am ersten Freitag im März Frauen dazu ein, an ökumenischen Gottesdiensten teilzunehmen, darunter auch im Harlingerland. Im Fokus stehen in diesem Jahr die Philippinen. Frauen dieses Inselstaats haben die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2017 erarbeitet. Ob „Anti-Drogen-Krieg“, Umweltkatastrophen oder Arm- Reich-Gefälle – die Philippinen sorgten in den vergangenen Jahren nicht nur für positive Schlagzeilen.

Unter dem Motto „Was ist denn fair?“ kommen Christen sämtlicher Konfessionen zusammen, um mit Gebeten, Liedern und gemeinsamen Aktionen auf Missstände aufmerksam zu machen, sie zu hinterfragen und für mehr Gerechtigkeit einzustehen.

Der alljährliche Weltgebetstag ist nun schon seit Ende des 19. Jahrhunderts fester Bestandteil im Kirchenjahr und soll an die christlichen Grundpfeiler erinnern: Nächstenliebe, gegenseitige Achtung und Gerechtigkeit. Vorbereitet und ausgerichtet werden die Gottesdienste von Frauen, um vor allem zum Thema Geschlechtergerechtigkeit einen Fortschritt zu bewirken. Frauen- und Mädchenprojekte werden daher intensiv durch Kollekten unterstützt und vorangetrieben.

Auch im Harlingerland haben sich in den vergangenen Wochen Frauen unterschiedlicher christlicher Kirchen intensiv auf diesen Tag vorbereitet, um morgen, Freitag, Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche zum Gottesdienst im Zeichen des ökumenischen Weltgebetstages einzuladen. Die Termine im Überblick: Esens, 19.30 Uhr, Ev.-Freikirchliche Gemeinde, Hohekamp; Funnix, 19.30 Uhr; Langeoog, 19 Uhr, Haus Bethanien; Leerhafe, 19 Uhr; Werdum, 19.30 Uhr, Zentral- G; Westeraccum (auch für die Samtgemeinde Holtriem), 19.30 Uhr; Wittmund, 19 Uhr, St.-Nicolai-Kirche. Bereits heute, 2. März, wird der Weltgebetstag auf Spiekeroog (19 Uhr, AK) gefeiert. Für Sonnabend, 4. März, wird für den Südkreis um 19 Uhr nach Cäciliengroden eingeladen.

Im Anschluss an die ökumenischen Gottesdienste laden die Vorbereitungskreise zum Beisammensein ein. Dabei wird das diesjährige Schwerpunktland noch einmal in den Vordergrund gerückt – unter anderem durch landestypische Gerichte, die probiert werden können.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 02.03.2017

138 Kinder bei Schulgottesdienst

Freitag, 18. November 2016

Auch in diesem Jahr fand der Schulgottesdienst der Grundschule Dornum zum Erntedankfeststatt. Alle 138 Schülerinnen und Schüler machten sich mit ihren Lehrerinnen auf den Weg zur Kirche in Westeraccum. Mit viel Freude sangen die Kinder die fröhlichen Lieder, die vorher im Unterricht eingeübt worden waren und die von Klavier und Gitarre begleitet wurden.

Schulgottesdienst in Westeraccum

Schulgottesdienst in Westeraccum

Pastorin Eyleen Erdwiens führte durch den Gottesdienst und wurde von Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen unterstützt. Sie bedankten sich unter anderem dafür, dass sie täglich genug Essen und Trinken haben, dass sie gemütlich wohnen dürfen und Turnschuhe oder neue Schulbücher bekommen können. Anschließend fand die Aktion „Gemeinsames Essen” statt, die das Wir-Gefühl stärken soll.

Quelle: Ostfriesischer Kurier vom 18.11.2016

Zum Pastor auf Lebenszeit ernannt

Dienstag, 10. Februar 2015

Einführungsgottesdienst für Holger Erdwiens seht gut besucht

ROGGENSTEDE / KKH – Einen schöneren Tag hätte sich Holger Erdwiens, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden an der Ee: Roggenstede, Westeraccum und Westerbur, für seine Einführung am vergangenen Sonntag nicht aussuchen können. Bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen strömten die Gemeindeglieder der drei Kirchengemeinden regelrecht in die Roggensteder Kirche. Die mit Blumen verzierten Kirchenbänke waren bis auf den letzten Platz besetzt. Drei Jahre war er Pastor zur Anstellung, jetzt ist er es in den drei Kirchengemeinden auf Lebenszeit.

Einführugn Pastor Erdwiens

Superintendentin Angela Grimm und Pastor Holger Erdwiens
(v. l.) ziehen in die Roggensteder Kirche ein. FOTO: INGA WIENER-ROHLFS

Im Februar 2012 trat Erdwiens seinen Full-Time-Job als Pastor in den Kirchengemeinden Westeraccum, Wes-terbur und Roggenstede an. Vor genau einem Jahr übernahm er noch eine Viertelstelle in Westerholt. Seine Frau Eyleen, ebenfalls Pastorin, unterstützt den 35-Jährigen in allen Lebenslagen und seine bislang drei Kinder, das vierte ist unterwegs, Johanna, Jascha und Konrad halten ihren Vater zusätzlich auf Trab.

Pastoren und Diakone aus dem Kirchenkreis Harlingerland, Vertreter der drei Kirchenvorstände Roggenstede, Westeraccum und Westerbur sowie Superintendentin Angela Grimm zogen zusammen mit Erdwiens in die Roggensteder Kirche ein. Kirchenvorsteher Georg Claassen aus Roggenstede begrüßte die Gemeindeglieder und verlas schließlich auch die Ernennungsurkunde der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover, dass Pastor Erdwiens vom 1. Februar diesen Jahres an in das Pfarrverhältnis auf Lebenszeit ernannt wurde.

Die Einsegnung nahm Angela Grimm vor. Dabei assistierten ihr Georg Claassen, Kirchenvorsteher Stefan Behrends aus Westeraccum, Kirchenvorsteherin Manuela Breitbach aus Westerbur sowie die Pastorinnen Angela Walther aus Bremen und Astrid Jürgena aus Westerholt. „Nachdem Pastor Erdwiens die harte Segnung auch ohne Kniekissen gut überstanden hat“, habe er sich vollends bewährt, schmunzelte Grimm. „Ich freue mich sehr, dass Pastor Erdwiens und seine Familie sich dazu entschlossen haben, hier zu verweilen.“ Groß erzählen über den Mann mit den rot-blonden Haaren musste die Superintendentin nicht, „da man Pastor Erdwiens ja bereits kennt“. Dennoch sollen die Gemeinden ihm auch weiterhin beistehen und seine Worte durch die Heilige Schrift überprüfen, richtete Angela Grimm noch einmal das Wort an die Gemeinde.

Untermalt wurde der Einführungsgottesdienst durch musikalische Vortragsstücke von Regina Weitz an der Gitarre und Heiner Hammoor mit der Mundharmonika von der Christlichen Lebensgemeinschaft „Die Zugvögel“ aus Westerbur und auch vom Kirchenchor Roggenstede. Dina-Céline Borchert (Westerbur) und Eske Jochems (Westeraccumersiel), Begleiter von Konfirmanden in den drei Kirchengemeinden, lasen einen Auszug des Predigttextes „Das Gleichnis vom vierfachen Ackerfeld“, indem ein Sämann (Bauer) hinausgeht, um Saat auf seinem Acker auszustreuen. Dabei fielen Teile der Saat auf den Weg, auf das Steinige und unter die Dornen. Dorthin, wo nichts wachsen konnte und doch säte er auch dort. Der letzte Teil der Samen fiel in die gute Erde und es gab Frucht. Dieses Himmelsreichgleichnis stellt den Bauern als Bild für Jesus dar, der die frohe Botschaft verkündigt. Die Saat ist ein Bild für die gute Nachricht des Evangeliums. Der Acker ist ein Bild für die Menschen, die Gottes Wort hören. Aber nicht alle Samenkörner gehen auf. Wenn sie auf den Weg fallen oder auf den Felsen oder unter die Dornen, gibt es keine Ernte. So ist es bei den Menschen. Viele hören Gottes Wort, doch nicht alle glauben.

Daran lehnte auch Pastor Erdwiens seine Predigt aus dem Lukas-Evangelium „Das Gleichnis vom Feigenbaum“ an und verwies noch einmal auf das abgedruckte Foto auf dem Programmheft. Dieses zeigte das Dach der Westeraccumer Kirche, auf dem tatsächlich ein kleiner Baum wuchs. „An den unmöglichsten Orten kann etwas wachsen.“ Auch in der Kirchengemeinde müsse man wie der Sämann oft mit begrenzten Mitteln planen und nicht immer entstünde etwas Fruchtbares. Aber der Glaube daran kann ja bekanntlich Berge versetzen. Mit dem Segen des Pastors entließ Erdwiens seine „Schäfchen“ und lud im Anschluss noch zu einer gemütlichen Tasse Tee im Gemeindehaus ein.

Veröffentlicht im Anzeiger für Harlingerland vom 10. Februar 2015